In einem langjährigen Projekt begleitete Journalist Markus Feldenkirchen die frühere Arbeitsministerin Bärbel Bas von ihrer ersten Amtszeit bis zu ihrem überraschenden Rücktritt. Im Gespräch schildert Bas, wie ihre Herkunft aus einem einfachen Arbeiterhaushalt in Duisburg ihr politisches Handeln prägte und ihr gleichzeitig den Weg in die Spitze ermöglichte. Sie thematisiert, dass die Partei‑ und Regierungsstrukturen wenig Raum für menschliche Schwächen lassen. Der Verlust ihrer jüngeren Stieftochter an Krebs, den sie in einem Hospiz betreute, sowie anhaltende Angriffe aus den Reihen der Union haben ihr Vertrauen in die Koalition erschüttert. Bas kritisiert eine herrschende „Schweigekultur“, in der Krankheit, Erschöpfung und persönliche Krisen kaum offen thematisiert werden. Trotz einiger nachträglicher Nuancierungen ihrer Kritik betont sie, dass ein respektvollerer Umgang zwischen den Parteien nötig sei, sonst gehe das politische Projekt zugrunde. Quelle: Berliner Zeitung #Politik #BärbelBas #Interview #BerlinerZeitung
Ver más en News Today