Bei archäologischen Grabungen im Bereich des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau sind Forscher auf eine Bodenschicht aus Schlacke und Knochenfragmenten gestoßen. Nach Angaben der KZ-Gedenkstätte und des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege handelt es sich dabei um menschliche Überreste aus den Krematoriumsöfen. Die Entdeckungen werfen neue Fragen für die künftige Gestaltung der Gedenkstätte und die Erinnerungskultur auf, wie Gedenkstättenleiterin Gabriele Hammermann betonte. Neben den Spuren im Krematoriumsbereich legten die Archäologen im Rahmen der wissenschaftlichen Untersuchungen auch gut erhaltene Relikte des früheren SS-Hundeführerbereichs frei, darunter mindestens 35 Hundezwinger. Die Wachhunde waren bei den damaligen Häftlingen gefürchtet, und beide Areale bildten historisch eine enge funktionale Einheit des Terrors. Generalkonservator Mathias Pfeil hob hervor, dass mit dem schwindenden Kreis von Zeitzeugen die Archäologie als unbestechlicher Zeuge der NS-Verbrechen immer wichtiger wird, um die historischen Schauplätze wissenschaftlich zu erschließen. Fuente: Merkur.de - Startseite #Dachau #Geschichte #Ausgrabung #Erinnerungskultur #Archäologie
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