Kefir ist ein nährstoffreiches, fermentiertes Milchgetränk, das durch die Zugabe einer speziellen Kultur aus Milchsäurebakterien und Hefen entsteht. Während der Gärung wandeln die Mikroorganismen den Milchzucker teilweise in Milchsäure, Kohlensäure und sehr geringe Mengen Alkohol um, was dem Getränk einen leicht säuerlichen, erfrischenden Geschmack verleiht. Nährwerttechnisch liefert Kefir pro 100 g etwa 46 kcal, rund 3 g Eiweiß, 4 g Kohlenhydrate sowie wichtige Mineralstoffe wie Kalzium und Kalium und B‑Vitamine. Durch den Fermentationsprozess wird ein Teil der Laktose abgebaut, sodass Personen mit leichter Laktoseintoleranz das Getränk besser vertragen können, wobei es jedoch nicht völlig laktosefrei ist. Viele Berichte preisen Kefir als probiotischen Helfer für die Darmflora, das Immunsystem und den Stoffwechsel. Eine systematische Übersichtsarbeit deutet auf mögliche positive Effekte auf die Zusammensetzung der Darmbakterien und die Verdauung hin, jedoch sind die Belege für konkrete gesundheitliche Nutzen, etwa bei Cholesterin oder Immunabwehr, bislang nicht eindeutig und stammen häufig aus Labor‑ oder Tierstudien. Im Vergleich zu Buttermilch, die bei der Butterherstellung entsteht, enthält Kefir zusätzlich lebende Hefen, eine feine Perlung und einen leicht alkoholischen Anteil. Beide Produkte sind kalorienarm und proteinreich, unterscheiden sich jedoch in Herstellung und Geschmack. Kefir zu Hause herzustellen ist unkompliziert: Milch, Kefirknollen und ein sauberes Glasgefäß reichen aus. Die Kultur wird bei Raumtemperatur fermentiert, bis das Getränk die gewünschte Säure und Konsistenz erreicht. Hygiene ist dabei entscheidend, um unerwünschte Keime zu vermeiden. Der fertige Kefir sollte gekühlt gelagert und zeitnah konsumiert werden. Quelle: NDR.de - Das Beste am Norden - Radio - Fernsehen - Nachricht #Kefir #Fermentation #Gesundheit #Ernährung
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