Pflegereform trifft Betreuungsdienste duramente

Fuente: Berliner Morgenpost · salud · Alemania, Alemania

Pflegereform trifft Betreuungsdienste duramente

Die Auswirkungen der geplanten Pflegereform, konkret das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG), sind bereits spürbar, obwohl es noch nicht verabschiedet ist. Der Betreuungsdienst Woinem aus Weinheim hat als Reaktion auf die drohenden Änderungen fast die Hälfte seiner Belegschaft entlassen. Geschäftsführer Björn Vogler berichtet, dass 22 Mitarbeiter aus wirtschaftlichen Gründen gehen mussten, um hohe Personalkosten zu vermeiden. Diese Kündigungen betreffen vor allem alleinerziehende Mütter, die in Teilzeit arbeiten. Laut Vogler stehen viele ambulante Pflegedienste vor ähnlichen Herausforderungen. Die Reform schmälert direkt die Möglichkeit, bestimmte Dienstleistungen abzurechnen, was die wirtschaftliche Zukunft dieser Dienste gefährdet. Die Einschnitte könnten dramatische Folgen für die etwa 350 Patienten haben, die momentan von den Woinem-Mitarbeitern unterstützt werden. Viele dieser Patienten benötigen grundlegende Hilfestellungen im Alltag, wie Hilfe bei der Hausarbeit oder beim Einkauf. Vogler betont, dass das Pflegegeld, das die Betroffenen möglicherweise bekommen, nicht als Ausgleich ausreicht, da viele bereits auf diese Mittel für körperbezogene Pflege angewiesen sind. Diese Situation könnte bis zu 80 Prozent der Patienten betreffen, was zu einer kritischen Versorgungslücke führt. Auch der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) schlägt Alarm und warnt vor den massiven Folgen, die die Reform mit sich bringen könnte. Es ist dringend notwendig, dass die Politik diese Auswirkungen ernst nimmt und Lösungen findet, um die ambulante Pflege zu stabilisieren und die Bedürfnisse der hilfsbedürftigen Menschen zu schützen. #Pflege #Gesundheit #Wirtschaft #BerlinerMorgenpost

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