Das traditionelle Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Israel steht vor spürbaren Veränderungen. Angesichts jüngster politischer Entwicklungen und Verschiebungen im Kongress wächst in den USA die Bereitschaft, die jahrzehntelange Unterstützung und die milliardenschwere Militärhilfe neu zu bewerten. Äußerungen von höchster politischer Ebene, wonach Israel ohne diese Finanzmittel auskommen könne, sorgten in der israelischen Regierung für erstaunte Reaktionen und beträchtliche Überraschung. Bislang galt die Partnerschaft in der amerikanischen Politik als überparteilicher Konsens, doch dieser Rückhalt scheint zu schwinden. Experten verweisen darauf, dass sich in der politischen Landschaft neue Stimmen durchgesetzt haben, die einen Kurswechsel fordern und argumentieren, Steuergelder sollten verstärkt für innenpolitische Projekte eingesetzt werden. Für Premierminister Benjamin Netanjahu kommt diese Entwicklung zur Unzeit, da sich auch innenpolitisch große Herausforderungen und Forderungen nach einem politischen Neuanfang formieren. Kritiker werfen der Regierung vor, von den veränderten strategischen Realitäten überrascht worden zu sein und verbuchen die Situation als massiven Misserfolg. Dennoch betonen Beobachter, dass von einem vollständigen Bruch der Beziehungen derzeit keine Rede sein kann; vielmehr zeigt sich ein schleichender Wandel in der strategischen Ausrichtung und der politischen Berechenbarkeit, der beide Länder vor neue außenpolitische Herausforderungen stellt. Quelle: ZDFheute
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