Schluss mit Funklöchern in Hamburg! Handymasten auf Schulen und Behörden geplant

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Schluss mit Funklöchern in Hamburg! Handymasten auf Schulen und Behörden geplant

Im Bezirk Wandsbek ist der Handyempfang oft miserabel. Nun wollen SPD, Grüne und FDP Tempo beim Netzausbau machen – und setzen dafür auf Dächer und Grundstücke von Schulen und Behörden. Abgehackte Gesprächsfetzen, lahmes Internet – und im schlimmsten Fall kommt nicht einmal ein Notruf durch: Gegen die Mobilfunklöcher im Bezirk Wandsbek will die Bezirkspolitik jetzt einen neuen Hebel ansetzen: Städtische Gebäude und Grundstücke sollen den Netzbetreibern verstärkt als Standorte für Funkmasten angeboten werden. Das könnte sogar Geld bringen. Die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP fordern in einem Antrag an die Bezirksversammlung, dass die zuständigen Fachbehörden geeignete Flächen im Bezirk ausfindig machen und privaten Netzbetreibern anbieten sollen. Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um klassische Verwaltungsgebäude. Geprüft werden sollen unter anderem Dächer und Grundstücke von Schulen, Sporthallen, Polizei und Feuerwehr sowie Kultur- und anderen öffentlichen Einrichtungen. Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitschriften gibt! • Boomer vs. Gen Z: „Wir wollen eine Zukunft!“ •  Statt Einsamkeit: Die „SpazierGang“ erobert Hamburg •  16 Seiten Sport: HSV-Talente im Rampenlicht •   36 Seiten Kultur und Rätsel:  Hamburgs Weihnachtsmärchen im Überblick Auch Gebäude der städtischen Unternehmen SAGA, Sprinkenhof und Fördern & Wohnen sollen in die Suche einbezogen werden. Bestehende Mobilfunkanlagen könnten zudem technisch aufgerüstet oder erweitert werden. Der Hintergrund: Nach Darstellung der Fraktionen fehlt es den Netzbetreibern vor allem an geeigneten Standorten. Besonders Sasel und Rahlstedt werden in dem Antrag als Problemgebiete genannt. Langfristig könnte der Flächenbedarf sogar noch steigen, wenn mit 6G die nächste Mobilfunkgeneration ausgebaut wird. Für die Stadt könnte die Bereitstellung der Flächen neben besserem Empfang noch einen weiteren Effekt haben: Werden Dächer oder Grundstücke an Mobilfunkanbieter verpachtet, könnten daraus zusätzliche Einnahmen entstehen. Vorher müssten die Standorte allerdings technisch, rechtlich und wirtschaftlich geprüft werden. Bemerkenswert ist der Vorstoß auch vor dem Hintergrund der bisherigen Debatte. Noch im Februar hatte die MOPO über massive Empfangsprobleme in Sasel berichtet. Ein Anwohner konnte dort nach dem Zusammenbruch einer Nachbarin zeitweise keinen Notruf über sein Handy absetzen. Damals verwiesen Telekom, Vodafone und Telefónica unter anderem auf fehlende geeignete Standorte. Das Bezirksamt Wandsbek sah die Verantwortung jedoch bei den privaten Netzbetreibern. Es sei „nicht die Aufgabe der Bezirksämter, Flächen für die Netzbetreiber zu suchen bzw. zur Verfügung zu stellen“, hieß es damals. Nun will die Politik im Bezirk dafür sorgen, dass genau solche städtischen Flächen systematisch geprüft und angeboten werden. Dass Funklöcher trotz grundsätzlich guter Mobilfunkversorgung in Hamburg zum hartnäckigen Problem werden können, zeigte sich zuletzt auch in Fischbek . Dort hatte die MOPO im August über Anwohner berichtet, die nach dem Abbau eines Funkmasts seit fast zwei Jahren mit schlechtem Empfang kämpfen. Ein dauerhafter Ersatz soll nach Angaben des Netzbetreibers frühestens Ende 2027 oder Anfang 2028 in Betrieb gehen. Ganz anders die Situation in Ohlsdorf : Dort wehren sich Anwohner aus Angst vor Strahlung gegen den Ausbau des Mobilfunknetzes.

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