Daimler Truck: Gewinn steigt dank Erholung und Zollerstattungen in den USA

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Daimler Truck: Gewinn steigt dank Erholung und Zollerstattungen in den USA

Aufwärts: Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström erwartet auch für das vierte Quartal Rückenwind aus den USA Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck hat im dritten Quartal von der Erholung auf dem im Vorjahr sehr schwachen US-Markt profitiert. Auch bei den Aufträgen ging es weiter nach oben, wenn auch das Neugeschäft nicht mehr ganz so hoch ausfiel wie in den Vorquartalen. In Europa blieb die Profitabilität verhalten. Das Management um Chefin Karin Rådström (47) erwartet nun auch im vierten Quartal ein ordentliches Abschneiden in Nordamerika. Auch bei der in Europa und Lateinamerika präsenten Marke Mercedes-Benz Trucks dürfte es dann wieder besser aussehen. Die Aktie reagierte in einem allgemein schwachen Börsenumfeld zunächst mit Abschlägen. Das im Dax notierte Papier lag zuletzt knapp 2 Prozent im Minus. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi schrieb am Morgen, das Ergebnis in Nordamerika sei dank einer Zollerstattung sehr stark ausgefallen. Michael Aspinall von der US-Investmentbank Jefferies sprach von positiven Aussichten für das vierte Quartal. Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern stieg im dritten Quartal im Jahresvergleich um fast drei Viertel auf 1,12 Milliarden Euro. Im Industriegeschäft zog die bereinigte operative Gewinnmarge um fast 3 Prozentpunkte auf 9,1 Prozent an und fiel damit besser aus als von Analysten erwartet. Vor allem in Nordamerika berappelte sich das Geschäft, dort verdoppelte sich die operative Marge nahezu. In Europa ging sie hingegen leicht zurück. Der Umsatz des Industriegeschäfts – also ohne die Finanzdienstleistungen gerechnet – kletterte im Jahresvergleich um ein Fünftel auf 11,6 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Freitag in Leinfelden-Echterdingen mitteilte. Im dritten Quartal verkaufte das Unternehmen wie bereits bekannt deutlich mehr Fahrzeuge als im sehr schwachen Vorjahreszeitraum. Der Absatz stieg um 26 Prozent auf 91.260 Fahrzeuge. In Nordamerika legten die Verkäufe mit einem Anstieg von über der Hälfte deutlich zu. Dort waren im Vorjahr wegen der Zollerhöhungen von US-Präsident Donald Trump (80) die Verkäufe eingebrochen. Kaum noch Spediteure hatten Lkw gekauft wegen der Unsicherheit um künftige Transportmengen. Die Lage hat sich aber seit einigen Quartalen wieder aufgehellt. Nordamerika ist mit den Marken Freightliner und Western Star der größte und lukrativste Markt der Schwaben. Im vierten Quartal dürfte das Nordamerika-Geschäft eine Marge um das obere Ende der Jahres-Prognosespanne von 9 bis 11 Prozent abwerfen, nach hohen 12,1 Prozent im dritten Jahresviertel. Bei Mercedes-Benz wird die Marge nach Kalkulation von Finanzchefin Eva Scherer über die Jahres-Prognosespanne von 6 bis 8 Prozent hinaus steigen. Im dritten Quartal lag sie hier bei 6,3 Prozent. Der Auftragseingang legte konzernweit um 10 Prozent auf 71.168 Fahrzeuge zu. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn stieg um 59 Prozent auf 689 Millionen Euro. Rådström bestätigte den Jahresausblick. Der Konzern führte die positive Entwicklung auf eine sich erholende Marktlage zurück. Die Ergebnisse im dritten Quartal zeigten, dass das Geschäft weiter an Dynamik gewinne, sagte Rådström laut Mitteilung. „Besonders wichtig ist, dass wir unsere Profitabilität verbessert haben und gleichzeitig weltweit voll auf unsere Kunden ausgerichtet bleiben“, ergänzte sie. Aufwärts: Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström erwartet auch für das vierte Quartal Rückenwind aus den USA

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