Roter Thunfisch: Farbtrick oder Betrug?

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Roter Thunfisch: Farbtrick oder Betrug?

Das Kantonslabor Basel‑Stadt hat im Rahmen einer Routinekontrolle vier von sechs‑zehn eingereichten Thunfischproben beanstandet. Die betroffenen Stücke – sogenannte Tuna Saku, rechteckige Blöcke, die vor allem für Sushi und Sashimi genutzt werden – wurden mit nitrat‑haltigen Zusatzstoffen behandelt und ein Exemplar erhielt zusätzlich Kohlenmonoxid. Beide Stoffe führen zu einer intensiveren roten Färbung, die den Eindruck erweckt, der Fisch sei frischer, als er tatsächlich ist. Nach den Vorgaben ist eine solche Farbstoffbehandlung bei frischem, unverarbeitetem Thunfisch nicht erlaubt, während sie bei bereits verarbeiteten Produkten zugelassen sein kann. Die Praxis wird als lukrative Form des Lebensmittelbetrugs eingestuft, weil ein roter, scheinbar frischer Thunfisch auf dem Markt höhere Preise erzielen kann. Im Vergleich dazu bleibt hochwertiger, frisch gefangener Thunfisch nach dem Fang auf hochmodernen Schiffen sofort schockgefrostet bei minus 60 Grad, wodurch die natürliche rote Farbe erhalten bleibt. Viele Lieferanten aus Vietnam oder den Philippinen hingegen arbeiten mit kleineren Schiffen, kühlen den Fang nur auf etwa minus 20 Grad ab. Der Fisch verfärbt sich dabei bräunlich und verliert schnell an Marktwert. Das Labor weist die Importeure nun an, ihre Selbstkontrollen zu verschärfen, um künftig solche Manipulationen zu verhindern. Der Vorfall wirft ein Licht auf die langen Lieferketten, die ein Jahr oder länger dauern können, bevor der Thunfisch auf europäischen Tellern landet, und unterstreicht die Notwendigkeit stärkerer Kontrollen im Lebensmittelhandel. #Thunfisch #Lebensmittelbetrug #Basel #Nachhaltigkeit #QuelleWatson

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