Zoo verfüttert ganze Schafe an Raubtiere

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Zoo verfüttert ganze Schafe an Raubtiere

Der Zoo Hannover setzt vermehrt auf eine sogenannte Ganzkörperfütterung vor Publikum. Tigerdame Alexa erhielt ein totes Kamerunschaf, das an einem Baumstamm im Gehege befestigt war. Verfüttert wird dabei das gesamte Tier inklusive Fell, Knochen, Innereien und Haut. Laut dem zoologischen Leiter Klaus Brunsing dient dies dazu, eine natürlichere Ernährung und ein artgemäßeres Verhalten der Raubtiere zu fördern. Zudem betrifft dies oft Tiere aus eigenen Zuchtprogrammen, da innerhalb von Zoos diskutiert wird, wie Populationen bedrohter Arten langfristig gehalten und gleichzeitig Platz geschaffen werden kann. Im vergangenen Jahr hat der Zoo Hannover rund 20 Schafe, Ziegen und Antilopen aus eigenem Bestand geschlachtet und verfüttert, wobei der Großteil des Futters ansonsten zugekauft wird. Diese Fütterungsmethode sorgt bei den Zoobesuchern für gemischte Reaktionen. Während einige die Natürlichkeit des Prozesses befürworten, zeigen sich andere irritiert und stellen sich die Frage, warum möglicherweise gesunde Tiere sterben müssen. Der Zoo hält die Maßnahme jedoch für wichtig, um den Bildungsauftrag zu erfüllen und den Kreislauf des Lebens inklusive des Todes zu zeigen. Auch andere Tiere wie Antilopen, Nagetiere und Hühner werden verfüttert, während bei anderen Arten wie Menschenaffen eine solche Praxis ausgeschlossen wird. Die Tierschutzorganisation PETA kritisiert die Ganzkörperfütterung und argumentiert, dass sie die Haltung von Raubtieren im Zoo nicht grundlegend artgerechter macht. Zudem wirft PETA die ethische Frage auf, warum der Tod und das Verfüttern bestimmter Tiere als selbstverständlich angesehen werden, während dies bei anderen Arten Undenkbar wäre. Quelle: NDR.de

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